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Wer kann an diesem Kurs teilnehmen?
Physiotherapeut*innen
Ergotherapeut*innen
Sportwissenschaftler*innen
Trainer*innen
weitere Berufsgruppen auf Anfrage
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Welche Voraussetzungen sind benötigt?
Abgeschlossene Berufsausbildung
Das Zertifikat Gerätegestützte Krankengymnastik (KGG) kann ausschließlich an Physiotherapeut*innen ausgestellt werden.
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Was erwartet dich in diesem Kurs?
Unser KGG Kurs ist aufgeteilt in mehrere Module. Das Grundmodul ist die Basis und bildet die Voraussetzung zur Teilnahme an weiteren Modulen um das Zertifikat zu erhalten.
Jedes Aufbaumodul kann auch separat gebucht werden.
✔ Anerkanntes Zertifikat für KGG und T-Rena
✔ Praxisnahe Ausbildung
✔ Fundierte, wissenschaftlich basierte Inhalte
✔ Steigerung deiner Fachkompetenz
✔ Aktives Training
✔ Mehr Perspektiven im Praxisalltag
✔ Direkt in der Praxis umsetzbar
Kursbeschreibung
Die Krankengymnastik am Gerät (KGG) ist ein zentraler Bestandteil moderner Physiotherapie und bildet die Schnittstelle zwischen medizinischer Trainingstherapie, Rehabilitation und Prävention. Sie basiert auf der gezielten Anwendung von Trainingsprinzipien, die die Wiederherstellung, Stabilisierung und Leistungssteigerung des neuromuskulären Systems fördern. Die Zertifikatsweiterbildung vermittelt das theoretische und praktische Wissen, das notwendig ist, um evidenzbasierte Trainingsprogramme für unterschiedliche Krankheitsbilder zu planen und umzusetzen. Im Mittelpunkt steht das aktive Therapiekonzept: Bewegung wird nicht nur als Ergänzung, sondern als zentrales therapeutisches Element verstanden. KGG ermöglicht es, die physische Belastbarkeit, Koordination, Kraft und Ausdauer systematisch zu verbessern – unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsfähigkeit und der jeweiligen Pathophysiologie. Das Ziel besteht darin, Patienten schrittweise von passiven Behandlungsformen hin zu aktiver Eigenaktivität zu führen und dadurch nachhaltige Therapieerfolge zu erzielen. Die Fortbildung richtet sich an Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Sportwissenschaftler, die ihre Kompetenzen im Bereich der aktiven Bewegungstherapie erweitern möchten. Durch den modularen Aufbau und den hohen Praxisanteil bietet der Kurs eine strukturierte und zugleich flexible Möglichkeit, die Grundlagen und Feinheiten der gerätegestützten Krankengymnastik zu erlernen und unmittelbar in die therapeutische Praxis zu übertragen. Am Ende der Weiterbildung steht die Abschlussprüfung, deren erfolgreicher Abschluss mit dem anerkannten Zertifikat „Krankengymnastik am Gerät (KGG)“ bestätigt wird. Dieses Zertifikat berechtigt zur Abrechnung der entsprechenden Position gemäß den Richtlinien der gesetzlichen Krankenkassen und dokumentiert die fachliche Qualifikation für die Durchführung gerätegestützter Trainingstherapie. Kursinhalt Zu Beginn werden die physiologischen Grundlagen des Trainings vermittelt. Die Teilnehmer vertiefen ihr Wissen über Muskelphysiologie, neuromuskuläre Steuerung, Energiestoffwechsel und Anpassungsmechanismen an Kraft- und Ausdauerbelastung. Dieses Verständnis bildet die Basis, um Training gezielt dosieren, Belastungsparameter steuern und den individuellen Leistungsstand eines Patienten sicher beurteilen zu können. Im weiteren Verlauf wird die Trainingslehre systematisch auf die physiotherapeutische Praxis übertragen. Die Teilnehmer lernen, Trainingsreize so zu setzen, dass sie die funktionelle Leistungsfähigkeit verbessern, ohne Überlastung oder Fehlanpassungen zu riskieren. Wichtige Aspekte sind die Prinzipien von Progression, Individualisierung und Spezifität, die in der Therapie ebenso gelten wie im sportlichen Training. Ein Schwerpunkt liegt auf der Planung und Durchführung indikationsspezifischer Trainingsprogramme. Anhand typischer Krankheitsbilder aus Orthopädie, Neurologie und Innerer Medizin wird gezeigt, wie KGG in unterschiedlichen Rehabilitationsphasen eingesetzt werden kann – vom Muskelaufbau nach Operationen über Stabilisation bei Wirbelsäulensyndromen bis zur Leistungssteigerung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Teilnehmer lernen, Trainingsprogramme zu strukturieren, Übungen sinnvoll zu kombinieren und deren Wirksamkeit zu evaluieren. Im praktischen Teil steht die Arbeit an modernen Trainingsgeräten im Vordergrund. Unter Anleitung erfahrener Dozenten üben die Teilnehmer, Bewegungsabläufe zu analysieren, Geräte individuell einzustellen und die Trainingsbelastung zielgerichtet zu dosieren. Dabei werden sowohl klassische Rehabilitationsgeräte als auch freie Übungen, Seilzug- und Kleingeräte in die therapeutische Arbeit integriert. Das Ziel ist die Entwicklung eines sicheren und patientenorientierten Trainingsaufbaus, der sich unmittelbar in den Praxisalltag übertragen lässt. Ein weiterer Bestandteil des Kurses ist die funktionelle Diagnostik. Die Teilnehmer lernen, Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer mithilfe valider Assessments zu erfassen und die Ergebnisse in ihre Trainingsplanung einfließen zu lassen. Durch strukturierte Dokumentation und Verlaufsbeobachtung wird der Therapieerfolg messbar und nachvollziehbar gestaltet. Neben den rein körperlichen Aspekten werden auch didaktische und kommunikative Kompetenzen geschult. Der therapeutische Erfolg in der KGG hängt wesentlich davon ab, den Patienten aktiv einzubinden und seine Motivation zu fördern. Die Teilnehmer lernen, wie sie durch klare Anleitung, Rückmeldung und individuelle Zielsetzung eine hohe Trainingsbereitschaft und Eigenverantwortung erreichen. Darüber hinaus wird die Integration der KGG in interdisziplinäre Therapiekonzepte behandelt. Die gerätegestützte Krankengymnastik lässt sich mit anderen physiotherapeutischen Methoden, manualtherapeutischen Techniken und medizinischen Trainingsprogrammen kombinieren. Im Kurs wird gezeigt, wie sich diese Verknüpfung sinnvoll gestalten lässt, um ganzheitliche Behandlungsstrategien zu entwickeln, die motorische Kontrolle, funktionelle Stabilität und Belastbarkeit gleichermaßen fördern. Am Ende des Lehrgangs steht die praktische und theoretische Abschlussprüfung. Die Teilnehmer demonstrieren ihre Fähigkeit, ein indikationsgerechtes Trainingskonzept zu erstellen, durchzuführen und die Ergebnisse kritisch zu reflektieren. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten sie das Zertifikat „Krankengymnastik am Gerät (KGG)“, das ihre Qualifikation zur Durchführung und Abrechnung gerätegestützter Trainingstherapie bestätigt. Die Zertifikatsweiterbildung KGG vermittelt damit nicht nur Wissen, sondern praktische Handlungskompetenz. Sie schafft die Grundlage, um aktiv-therapeutische Prinzipien evidenzbasiert umzusetzen, den Rehabilitationsprozess strukturiert zu steuern und Patienten durch gezielte Trainingsprogramme auf ihrem Weg zu mehr Stabilität, Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit zu begleiten.
