Best Practice des Beckens, ISG und Hüfte
Themenkurs für Physiotherapeuten und Ergotherapeuten
Auf einen Blick
In diesem Kurs werden methodenübergreifend die besten und einfachsten Tests für die Hüfte, des ISG und des Beckens durchgeführt und die entsprechenden Behandlungsmethoden gewählt.
Dozent: Hr. Prof. Dr. Hannu Luomajoki
UE: 20
FP: 20
1
Wer kann an diesem Kurs teilnehmen?
Physiotherapeuten*innen und Ergotherapeut*innen
2
Welche Voraussetzungen sind benötigt?
Abgeschlossene Berufsausbildung
3
Was erwartet dich in diesem Kurs?
✔ Anatomie und Physiologie der Hüfte, ISG und Becken
✔ Pathophysiologie
✔ Best Practice bei Beschwerden der Hüfte, ISG und Beckens
✔ Evidenzbasierte Untersuchungsmethoden und Tests
✔ Methodenübergreifende Tests der Stabilität, Muskulatur und Bewegungskontrolle
✔ Effektive Behandlungstechniken und Methoden praktisch umsetzen
✔ Praktische Umsetzung in der Praxis
Kursbeschreibung
Beschwerden und Schmerzen im Beckenbereich gehören zu den häufigsten Gründen für therapeutische Behandlungen. Gleichzeitig sind sie in der klinischen Praxis oft schwierig einzuordnen, da Becken, ISG und Hüfte funktionell und anatomisch eng miteinander verknüpft sind. Dieser Kurs vermittelt ein klares, evidenzbasiertes Vorgehen, um die Ursachen von Beckenschmerzen sicher zu differenzieren, gezielt zu untersuchen und wirksam zu behandeln. Im Fokus stehen die aktuelle wissenschaftliche Evidenz zu Beschwerden im Beckenbereich sowie die Frage, welche Assessments und Tests nachweislich sinnvoll sind. Die Teilnehmenden lernen, typische klinische Muster von Problemen der Iliosakralgelenke, der angrenzenden Gelenke, der Muskulatur sowie des Nervengewebes sicher zu erkennen und voneinander abzugrenzen. Dabei wird besonderer Wert auf eine strukturierte Untersuchung des Beckenbereichs gelegt. Der Kurs vermittelt praxisnah die wichtigsten physischen Tests für Gelenke, Muskulatur und Nerven, ergänzt durch Assessments zur Bewegungskontrolle, Muskelkraft, Muskellängen und Stabilisationsfähigkeit. Aufbauend auf den Untersuchungsergebnissen werden effektive Stabilisierungsübungen, gezielte Mobilisationsgriffe sowie alltagstaugliche Heimübungen für Patientinnen und Patienten erarbeitet. Reale Patientenbeispiele helfen dabei, Theorie und Praxis sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Die didaktische Struktur des Kurses folgt einem bewährten Verhältnis von 30 % Theorie und 70 % Praxis. In Zweierarbeiten üben die Teilnehmenden Untersuchungs- und Behandlungstechniken direkt miteinander, erstellen eigene Fallbeispiele und reflektieren ihre Vorgehensweise. Durch kontinuierliches Peerfeedback sowie gezieltes Feedback der Lehrperson während der praktischen Übungsphasen wird der Lernerfolg aktiv unterstützt. Ergänzend fördern Selbstreflexion und Lernkontrollfragen nach einzelnen Lernabschnitten ein nachhaltiges Verständnis und eine sichere Umsetzung im therapeutischen Alltag. Dieser Kurs eignet sich ideal für Therapeutinnen und Therapeuten, die ihre Diagnostik- und Behandlungskompetenz bei Beckenschmerzen, ISG-Problemen und Hüftbeschwerden evidenzbasiert erweitern und unmittelbar in der Praxis anwenden möchten.
